24
Apr
2017

Ilse Aigner besuchte den EnCN auf der Hannover Messe 2017

Copyright: StMWi 2017

Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie besuchte am 26. April 2017 während des Bayern Tages auf dem Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ den Energie Campus Nürnberg. Sie zeigte großes Interesse am Start-up Unternehmen CEUS und dessen Produkt im Rahmen der Energiespeicherung und freute sich über das individuell designte und gedruckte Mousepad vom Fraunhofer IIS, das das Energiemanagementsystem OGEMA 4.0 anschaulich darstellte. Das Mousepad konnte sie als Erinnerung nach München mitnehmen.

Auf der diesjährigen Hannover Messe zeigte der Energie Campus Nürnberg folgende Produkte und Lösungen: 

Übergreifende Kommunikation für Energiemanagement und Industrie 4.0 mit OGEMA

Zukünftig müssen Unternehmen ihre Produktion mit intelligenten und vernetzen Lösungen erweitern, um das Potenzial von Industrie 4.0 nutzen zu können und um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Fraunhofer IIS ist sich dieser Problematik bewusst und bietet OGEMA als eine sichere Edge Computing Plattform für Energie-management und flexible Industrie 4.0 Anwendungen an. "Mit der Integration verschiedenster Kommunikationsprotokolle und dem Internet können Endanwender ihre Produktwünsche über einen Konfigurator eingeben, die dann vor Ort in einem Demonstrator verwirklicht werden.“, erläutert Karlheinz Ronge, verantwortlich für Energiemanagementanwendungen am Fraunhofer IIS.

Die Informationen werden über das OGEMA Framework direkt an die verarbeitenden Maschinen weiter gegeben. Gleichzeitig kann OGEMA mit einem speziellen Service bei der Erfassung des Energieverbrauches von einzelnen Anlagen oder dem hergestellten Gut unterstützen. Die Energiedaten werden durch unterschiedliche Sensoren erfasst und an die OGEMA Plattform kommuniziert. Der Service stellt sie grafisch dar und wertet die Informationen aus. Auch Warnungen und Statusabfragen sind jederzeit mobil oder an angebrachten Displays möglich. Durch ein intelligentes Edge Computing werden die Daten im eigenen System gespeichert und nur für die weitere Verarbeitung relevante Informationen in die Cloud weitergegeben.

Modular–flexibel–kompakt: „Software Defined Power“

Das Fraunhofer IISB präsentiert seinen neuen DC-Grid Manager, ein universelles, kompaktes und hoch effizientes Mehrwandlersystem für die einfache Installation und den Betrieb komplexer Gleichstromnetze. In einem Elektroniksystem sind alle erforderlichen Komponenten vereint, um beliebige Gleichstromlasten bzw. Stromquellen in ein gemeinsames, lokales Gleichstromnetz einzubinden.

Das neue, vom Fraunhofer IISB „Software Defined Power“ genannte Konzept ermöglicht dem Anwender, ein nahezu beliebiges Verhalten der Leistungselektronik zu programmieren. So lassen sich auf einfache Weise MPPT-Tracker, Laderegler, Netzmanagement, eigene Strom-Spannungsregler, Schutzfunktionen und vieles mehr implementieren. Für das Konzept der „Software Defined Power“ wurden spezielle, über eine Softwareschnittstelle konfigurierbare Leistungswandler entwickelt, so genannte „Software Configurable Converter“. Der Mehrwert frei programmierbarer Hardware ist die schnelle und optimale Anpassung auch an wechselnde Betriebsbedingungen – ohne teure Neuinvestitionen. So lassen sich beispielsweise Photovoltaik­module, Batteriespeicher oder Schnellladepunkte für Elektrofahrzeuge flexibel und effizient miteinander verbinden. Besonders deutlich werden die Vorteile des Konzepts der „Software Defined Power“ bei der Einbindung von Batteriespeichern. Im Gegensatz zu konventionellen Lösungen lassen sich hier Batteriesysteme unterschiedlichster Größen, Typen und von verschiedenen Herstellern frei kombinieren.

Das Fraunhofer IISB nutzt momentan sowohl ein eigenes, für stationäre Anwendungen optimiertes Batteriemodul als auch ein neues modulares Batteriespeichersystem von CEUS UG, dem jüngsten Spin-off des Fraunhofer IISB. Das CEUS-Speichersystem besteht aus einem Komponententräger mit beliebig vielen auswechselbaren und tragbaren Einzelmodulen. Die Einzelmodule vereinen jeweils Leistungselektronik, Logik- und Kommunikationsfunktionen in einem Baustein. Für ein derartiges semistationäres Speicherkonzept sind zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten denkbar. So lassen sich beispielsweise in großen Desk Sharing-Arbeitsumgebungen die Arbeitsplatzstrukturen von der vorhandenen Rauminfrastruktur entkoppeln und kreative Arbeitsräume realisieren. Privatanwender könnten beliebige Module aus ihrem Hausspeicher entnehmen und auch bei Outdooraktivitäten den Komfort einer mobilen Stromversorgung genießen.

Mit seiner flexiblen Leistung und der modularen Konfigurierbarkeit bietet sich das gezeigte DC-System ebenso für Einfamilienhäuser an wie für mittlere Büro- bzw. Gewerbegebäude oder für die Elektrifizierung ganzer Gemeinden in Entwicklungs­ländern. Raphael Chacon, Geschäftsführer der CEUS UG: „Wir wollten von Anfang an ein nutzergerechtes Produkt in den Markt bringen und nicht nur technologische Konzepte ausarbeiten. Eines unserer Ziele ist es, mobile Batteriespeicher für neue, höhere Leistungsklassen zu erschließen, stationäre Konzepte zu erweitern und dabei radikal modular zu bleiben.“

 

 

Copyright: StMWi 2017
Copyright: StMWi 2017

Zeit: 09:00 - 18:00 Uhr

Ort: Hannover Messe

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Kontakt: Kristin Zeug

Tel.: + 49 911 56854 9123

Email: kristin.zeug(at)encn.de

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