Systemsicherheit: Erweiterte Anforderungen an die Bewertung der Systemstabilität

Veränderte Netz- und Systemstrukturen beeinflussen das dynamische  Systemverhalten von Übertragungs- und Verteilnetzen. Daraus ergeben sich zunehmend erweiterte Anforderungen an die Analyse und Bewertung der Systemstabilität.

Zur Untersuchung der Interaktionen systemischer  Ausgleichsvorgänge – z.B. durch die Integration leistungselektronischer Komponenten –  sind die bisherigen Verfahren der Stabilitätsanalyse zu erweitern. Hierzu gehören sowohl neue Methoden der Modellierung als auch erweiterte  Verfahren und Algorithmen für Stabilitätsberechnungen (Beispiel: „HarmonicStability Analysis“).

Prof. Dr.-Ing. Matthias Luther

Lehrstuhlleitung
FAU Erlangen-Nürnberg / Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme
  • Eine tiefgehende Untersuchung der Systemstabilität ist eine unabdingbare Voraussetzung zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Systembetriebs.
  • Für die im Rahmen von ENSURE zu entwickelnden neuen Netz- und Systemstrukturen besteht die Notwendigkeit erweiterter spezifizierter Stabilitätsbetrachtungen und Entwicklung neuer Analysewerkzeuge, die absehbar über die bisher etablierten Verfahren und Methoden hinausgehen.   
  • Die erweiterten Stabilitätsuntersuchungen zielen insbesondere auf die Integration neuer Technologien und Systemkomponenten, für deren Interoperabilität im Gesamtsystem es bisher nur wenig oder keine Betriebserfahrung gibt.
  • Die Maßnahmen zur Sicherstellung der Systemstabilität sind in einen Demonstrator zu überführen und liefern wichtige Erkenntnisse für das dynamische Verhalten der ENSURE-Zielnetzstrukturen über alle Spannungsebenen.  
  • Neue Bewertungsansätze und Tools zur Untersuchung der Systemstabilität elektrischer Netze
  • Erweiterte Stabilitätsbetrachtungen
  • Hybrides Offline-Echtzeit-System zur Compliance Prüfung von HGÜ-Regelungen
  • Co-Simulation mit RMS/EMT-Kopplung

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